Die Verbundwerkstoffe sind eine Kombination aus zwei oder mehr chemisch unterschiedlichen und nicht ineinander löslichen Komponenten, die dem Endprodukt zusammen insgesamt bessere oder zumindest für die gesetzten Zwecke besser geeignete mechanische und chemisch-physikalische Eigenschaften verleihen, als sie die einzelnen Materialien bieten könnten. Ein Verbundstoff besteht aus einer Matrix und einem Verstärkungsmaterial. Die Matrix dient als Füllmaterial, überträgt die Lasten, verleiht der Struktur ihre Geometrie und Stabilität und schützt gegen Umwelteinflüsse, Verschleiß und etwaige mechanische Schereinwirkungen. Das Verstärkungsmaterial wird in Form von Fasern oder Partikeln hinzugefügt und hat die Aufgabe, die mechanischen Eigenschaften zu optimieren. Die faserverstärkten Verbundwerkstoffe mit Kunststoffmatrix sind im Vergleich zu herkömmlichen Werkstoffen eine einzigartige Kombination der folgenden Eigenschaften:

/ Hohe Steifigkeit (begrenzte Verformung)
/ Hohe Festigkeit (hohe Belastbarkeit)
/ Optimales Steifigkeit-Gewichts-Verhältnis
/ Optimales Festigkeit-Gewichts-Verhältnis
/ Optimale Eigenschaften in wählbaren Richtungen
/ Beständigkeit gegen Witterung und UV-Strahlung
/ Hohe chemische Trägheit
/ Geringe thermische und elektrische Leitfähigkeit
/ Haltbarkeit
/ Anpassungsfähigkeit an die verlangten Formen und Anforderungen